Von Größe 42 auf Größe 36.

Der Weg ist dein Ziel.

Abnehmen. Nicht unbedingt das Lieblingsthema einer jeden Frau und doch ein ziemlich großes Thema für sehr viele unter uns! Warum ich ausgerechnet über das Thema Abnehmen auf meiner Seite schreibe, obwohl es primär um die Schauspielerei geht? Ganz einfach, um sich der Schauspielerei völlig frei hingeben zu können, ist es enorm wichtig „eins“ mit seinem Körper zu sein und sich dementsprechend wohl darin zu fühlen. Wie ich es geschafft habe komplett mit meinem Körper „eins“ zu werden:

Verzicht

Abnehmen. Da ist nicht nur Verzicht, Disziplin und Durchhaltevermögen vorprogrammiert,  sondern wenn man es langfristig halten will, mit unfassbar viel Geduld verbunden.
Ich wusste, ich war immer schon gut bestückt, leicht kurvig, kräftig, ein wenig mollig… alles tolle Begriffe um das Wort dick zu vermeiden.

Da ich das große Glück hatte in einem wunderschönen Familienbetrieb Hotel Stüer aufzuwachsen, kam ich von klein auf mit den leckersten und unterschiedlichsten Leckereien in Berührung.

Im wahrsten Sinne des Wortes, Berührung.

Dabei blieb es nicht immer und schwups landete es im Mund.

Ernährung

Ich habe schon seit dem ich denken kann, immer alles probieren wollen und irgendwie, ich kann es mir leider auch nicht erklären, hat mir das auch noch fast alles sehr gut geschmeckt.

Ich kann an einer Hand abzählen was ich nicht mag: Rosenkohl, Muscheln und Tintenfische. Aber alles natürlich schon einmal probiert. Rosenkohl esse ich sogar, wenn es auf den Tisch kommt, einfach aus dem Grund, weil es gesund ist. Und frittierte Tintenfisch Ringe esse ich ab und zu auch gerne, denn da sieht man das schöne Tierchen ja auch nicht direkt.

Was für eine makabere Aussage.

Also wisst ihr schon mal direkt: ich bin kein Veganer, kein Vegetarier, ernähre mich nicht glutenfrei oder jegliches.

Bisher habe ich einfach „gelebt“. Damit meine ich, ich bin rosarot durch die Welt spaziert und habe zu jeder Tageszeit alles gegessen worauf ich Lust hatte, ohne Rücksicht auf Verluste.

Wobei Verluste ja mal schön gewesen wären!

Stattdessen wurde ich molliger, kräftiger, sagen wir einfach direkt, dicker.

Das war meine bisherige Lebensweise.

Ich habe mir eingeredet, das alles super ist, ich machte regelmäßig Sport, also konnte ich auch so viel essen wie ich lustig war und abnehmen schaffe ich sowieso nicht, denn ich war schon immer ein bisschen dick.

Das war zumindest bisher so.

Die Feststellung

Das Spannende ist ja immer, wie man zu dem Punkt kommt, an dem man feststellt:

Jetzt ist Schluss, so will ich nicht mehr weiter machen.

Jetzt muss sich etwas ändern, aber mit voll Karacho.

Dieser Punkt war, nachdem ich bereits einige Monate fleißig bei Fitnessfirst angemeldet war und nach dem Training in der Umkleidekabine stand.

Wie gewohnt habe ich mich fix umgezogen, um schnell nach Hause zum Abendessen zu kommen.

Im wunderschönen Bückzustand hing ich da nun, um meine Sportschuhe zu öffnen, als mein Blick Richtung Spiegel nach rechts neben mir wanderte.

Und dann sah ich mich im ersten Moment nicht, ja wo bin ich denn, nee diese Person, nee, das kann nicht sein, oder doch? Hä?

Die mit dem doppelt so großen Bauch im Vergleich zu den Brüsten?

Ach herrje, soweit ist es doch wohl nicht wirklich gekommen.

Wie konnte das bitte passieren, ich war absolut fassungslos. Ich bin so schnell ich konnte nach Hause zu meinem geliebten Freund gefahren, um ihm von meiner neuen „ich“ Entdeckung zu berichten.

Dieses Gefühl feststellen zu müssen, dass sich wirklich etwas ändern muss, weil man sich kaum noch wiederkennt, ist wirklich unbeschreiblich scheußlich.

Der Plan

Aber die Motivation war eben deshalb sofort da und die reicht bis jetzt, so viel kann ich schon einmal vorwegnehmen.

Ein Plan, ein wirklich guter Plan musste her, mit strikten Regelungen, sonst wird das bekanntlich ja nichts.

Das Erste was für mich schnell klar war – essen nach 18 Uhr ist tabu und davon sollte mich mein Freund von nun an auch strikt abhalten und unterstützen!

Der Plan sah dann folgendermaßen aus: Zwei Mahlzeiten am Tag, morgens früh ein reichhaltiges Frühstück aus Quark (Skyr), Früchte, Nüsse (bevorzugt Mandeln), Haferflocken und Kokosnussmilch (Alpro Kokosnuss Original) statt Milch, da es deutlich kalorienärmer ist.

Mittags gibt es dann einen selbstgemachten Eintopf oder Chili con Carne, wobei mehr Gemüse als Fleisch drin sein sollte. Und wenn du mal keine Lust hast auf selber kochen, aber trotzdem was super leckeres und gesundes essen willst, dann hab ich einen absoluten Geheimtipp was gesunde Lieferdienste angeht: Probiert unbedingt mal EATCLEVER! Die Besonderheit bei diesem Lieferdienst ist, dass bei jedem Gericht die genaue Anzahl der Kalorien angegeben wird sowie alle weiteren relevanten Nährwerte.

Als Nachmittagssnack kommt dann ein Stückchen Zartbitterschokolade und eine kleine Handvoll Nüsse, ich empfehle Mandeln, auf den Tisch.

Da diese beiden Mahlzeiten plus Mini Stück Schoki und Nüsse wirklich nicht sonderlich viel ist anfangs, gab es nach einer erfolgreicher Woche einen Belohnungstag, der sogenannte „cheatday“, an dem man für einen Tag lang mal alle Restriktionen über Bord werfen darf.

Routine

Gerade die ersten Tage und Wochen sind besonders schwer gefallen, vor allem wenn plötzlich Geburtstage und gemeinsame Frühstücke mit den Kollegen stattfanden und man nicht einmal ansatzweise mit vollem Genuss daran teilnehmen konnte.

Und bitte nehmt euch diesen Tipp zu Herzen: fangt ab sofort an, ich meine richtig und nicht dieses lasche „ach nur so ein kleines Stück hier“ oder „nur mal da was probieren“, nein! Absolut nicht!

Ihr solltet es knallhart durchziehen, sonst wird das nämlich nichts, versprochen!

Es ist eine harte Zeit, man muss unglaublich diszipliniert sein und eine sehr hohe Selbstkontrolle beweisen, zugleich ein perfekter Test sich herauszufordern und sich dann auf den cheatday zu freuen.

Den ersten Monat habe ich das alles mit der Ernährung und den Kalorien selbst abgeschätzt und auch direkt einen Kilo verloren.

Die APP

Aber so richtig gut hat es erst mit der App YAZIO funktioniert.

Ich muss ehrlich zugeben, ich war bis dato eigentlich immer dagegen, solche Ernährungsapps zu nutzen, genauso wie mit dem Abnehmen, es braucht bei mir einfach seine Zeit mit der Einsicht.

Und jetzt ist die App mein täglicher Wegbegleiter geworden.

Alle gängigen Mahlzeiten, die ich regelmäßig verzehre, sind drin und das ganze eintragen ist so optimiert, dass es super schnell geht mit dem eintragen meiner Mahlzeiten.

Kontinuität

Man bekommt generell nach kurzer Zeit ein sehr gutes Gefühl dafür, was die einzelnen Kalorien pro Lebensmittel angeht.

Am 9 Juni 2017 fing meine Ernährungsumstellung an und nebenbei natürlich weiterhin regelmäßige Besuche im Fitnessstudio.

Angefangen mit knapp über 70 Kilo wiege ich nun Mitte Dezember knapp unter 60 Kilo, mein Traumgewicht von 57 Kilo sind also fast erreicht.

Insgesamt sollte man darauf achten, keinesfalls zu schnell abzunehmen, lieber 1-2 Kilo pro Monat, dafür gesund und langfristig.

Meine absoluten Tipps zum abnehmen: morgens nach dem aufstehen 3 Gläser stilles Wasser trinken, zwischen jedem Glas eine kleine Sportübung wie situps, crunches und leg raises machen.

Vor dem Mittagessen auch noch einmal ca. 1 Liter stilles Wasser trinken.

Treppen nehmen

Das hat den positiven Effekt, dass man sich nicht sofort auf das Essen stürzt und unkontrolliert darauf los isst. Nutze täglich die Chance die Treppen zu nehmen, egal wo du hin musst, versuche stets die Treppen zu nehmen – und keine Ausreden wenn es nur eine Rolltreppe gibt – die kann man auch hochlaufen! 😉 Und wenn du dann abends nach Hause kommst, putz direkt die Zähne, denn dann kommt man auch nicht mehr so schnell in Versuchung.

Das ganze braucht seine Zeit und vor allem Routine. Meine täglichen Routinen.

Gewohnheit

Ich kann euch aber versprechen, dass man sich schneller daran gewöhnt, als man anfangs zu glauben scheint. Der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier, das sollten wir für uns nutzen!

Erzwingen hingehen kann man es nicht, aber wenn du wie ich plötzlich diese Eingebung hast, dann bist auch du motiviert und kannst voll durchstarten mit dem Abnehmen.

Voraussetzung ist und bleibt der Wille, dein eigener Wille sich zu verändern, nicht morgen, sondern heute und zwar sofort!

Und denk immer daran: Der Weg ist DEIN Ziel.

Wie stehst du zum Thema Abnehmen?

Und hast du weitere hilfreiche Tipps für mich?

Ich freue mich auf deinen Kommentar!